seltener, bösartiger Tumor der Netzhaut des Auges. Das Retinoblastom ist eine Krankheit des frühen Kindesalters. Ursache ist eine spontane oder (seltener) autosomal-dominant vererbte Genmutation.
Befund: Das Retinoblastom tritt meist einseitig, bei der erblichen Form auch beidseitig auf. Symptome sind Schielen, Schmerzen, Vergrößerung des Augapfels oder Verlust des Sehvermögens. Wenn das Tumorgewebe direkt hinter der Pupille erscheint, kann es als gelblicher Pupillenreflex wahrgenommen werden (amaurotisches Katzenauge).
Behandlung: Bei kleineren Tumoren sind oft Strahlentherapie oder Laserbehandlung erfolgreich, evtl. zusammen mit einer Chemotherapie. In fortgeschrittenen Stadien muss der Augapfel entfernt werden (Enukleation). Die Heilungsaussichten sind bei rechtzeitiger konsequenter Therapie gut. Bei erblich bedingten Retinoblastomen sind Untersuchungen weiterer Familienmitglieder und eine genetische Beratung erforderlich. Das betroffene Kind muss regelmäßig augenärztlich untersucht werden, da auch das zweite Auge erkranken kann.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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