Was ist Speiseröhrenkrebs?
Die Speiseröhre gehört zum Magen-Darm-Trakt und transportiert die Nahrung vom Rachen in den Magen. Innen ist die Speiseröhre mit Schleimhaut ausgekleidet.
Es gibt zwei Hauptformen von Speiseröhrenkrebs (histologische Typen): das Plattenepithelkarzinom und das Adenokarzinom. Das Plattenepithelkarzinom entsteht aus den Deckzellen (Epithelzellen) der Speiseröhren-Schleimhaut. Es tritt hauptsächlich im mittleren und unteren Drittel der Speiseröhre auf. Nur zehn bis 15 Prozent dieser Tumoren befinden sich im oberen Speiseröhrendrittel. Das Adenokarzinom betrifft überwiegend den unteren Bereich der Speiseröhre, liegt also nahe dem Mageneingang. Diese Tumorart geht aus dem dort befindlichen Drüsengewebe hervor.
Speiseröhrenkrebs kommt in Deutschland selten vor. Männer erkranken etwa dreimal häufiger als Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter beträgt für Männer 66 Jahre, für Frauen 70 Jahre. Zu den Risikofaktoren für das Plattenepithelkarzinom zählen unter anderem Rauchen und vermehrter Alkoholkonsum, für das Adenokarzinom chronisch auftretendes Sodbrennen (Refluxkrankheit).
Das Ösophaguskarzinom wird meist erst spät entdeckt, denn Symptome wie Schluckbeschwerden und starke Gewichtsabnahme treten in der Regel erst auf, wenn der Tumor bereits fortgeschritten ist. Die Heilungschancen sind umso besser, je früher Speiseröhrenkrebs erkannt wird. Die Therapie hängt vom histologischen Typ, dem Stadium und der Lage des Tumors ab, aber auch davon ob der Allgemeinzustand des Patienten eine Operation erlaubt.
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13.09.2005, aktualisiert am 08.06.2011
Bildnachweis: W&B/Kühn
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